Mein 2016! [Blogparade]

von: Jörg Unkrig

Feuerwerk
„Lieber Herr Unkrig“, werden Sie jetzt sagen, „bevor man auf das nächste Jahr schaut, muss man doch erst mal zurückschauen! Wahrscheinlich liegt hier ein Tippfehler vor.“

„Wer die Vergangenheit nicht kennt, wird die Zukunft nie begreifen“
(unbekannter Verfasser)


Recht haben Sie, trotzdem blicke ich immer gerne nach vorne.
Zu Silvester nehmen wir uns Großes vor, mehr Sport treiben, gesünder ernähren, das Rauchen aufgeben oder endlich mal mehr Zeit für die Familie oder Freunde zu haben. Meist schon von Beginn an zum Scheitern verurteilt, weil es zu groß ist, was wir uns da vornehmen. Meist sind es die kleinen Stellschrauben, an denen wir drehen müssen, um nachhaltig etwas zu verändern, glücklicher und zufriedener zu werden.

Am Anfang jeden Jahres, wenn es noch einstellig ist, ziehe ich mich ein oder zwei Tage zurück und beschäftige mich nur mit mir. Meine Familie kennt das, findet es gut und lässt mich gewähren. Es ist inzwischen ein liebgewonnenes Ritual, das mir erlaubt, mich selbst und das was ich gemacht habe oder was passiert, intensiv zu reflektieren. Was war gut, was nicht? Was möchte ich beibehalten, was abstreifen (ähnlich einer Schlange, die sich häutet)? Wenn ich jetzt schon mal auf 2015 zurückblicke und es in einer Skala von 1 bis 10 Punkten bewerten müsste, käme für mich eine klare 8 heraus. Warum? Es gab viel zu tun und das Jahr hat mich in mehrerlei Hinsicht vor neue Herausforderungen und Veränderungen gestellt.

„Jede Veränderung beginnt in uns selbst!“
(Dalai Lama)


Sei es in meinem Hauptberuf als Polizist und mit der neuen Aufgabe im Bereich „Flüchtlingsangelegenheiten“, sei es als Vater, der seinen Sohn in eine neue Aufgabe als Offiziersanwärter und seine Tochter nach Abschluss ihrer Ausbildung in ein Studium ziehen lässt, als Ehepartner, der seine Frau bei einem Neuanfang im Beruf begleitet, als Sohn oder Bruder, der erlebt, dass sich Dinge stark verändern oder als Mentor, der sich über die Entwicklung seiner Mentees freut.

Viele Rollen, die jeden Tag fordern, aber auch erfüllen und von denen ich keine missen möchte. Weil ich mich in allen persönlich entwickeln musste.

„Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist!“
(Henry Ford)


Auf welche Rolle werde ich mich 2016 (mein 2016) konzentrieren? Da ich keine Glaskugel habe, weiß ich jetzt natürlich noch nichts zu 100 Prozent. Ich werde meinen Schwerpunkt aber auf jeden Fall noch weiter auf den Bereich der Kommunikation legen, da ich festgestellt habe, dass hierin der Dreh- und Angelpunkt für so vieles, ja fast alles liegt und Konflikte hierüber entstehen, aber sich auch hierüber lösen lassen. Viele reden darüber, aber nur die Wenigsten verstehen wirklich, was es bedeutet und wie man es richtig macht. Das fängt immer bei uns selbst an, nicht bei den Anderen. Doch wie viel leichter ist es, die Schuld bei anderen zu suchen oder sie gar auf sie zu schieben und mit dem Finger auf die Anderen zu zeigen. Der da, nicht ich.

„Ein Weg entsteht, wenn man ihn geht!“
(Konfuzius)


Der Blick auf Andere, verstellt den Blick auf uns selbst. Den einzigen, den man mit Sicherheit verändern kann, sind nur wir selbst.

Deshalb werde ich 2016 auch erneut bei mir selbst anfangen beziehungsweise weitermachen. Zum Beispiel noch mehr an meiner Ungeduld arbeiten und an meiner Ordnung. Meine Frau meint, dass ich beim zweiten schon einen wesentlichen Schritt vorangekommen bin, beim ersten aber noch einiges vor mir hätte. Ich nehme dieses Feedback an und empfehle gleiches auch meinen Seminarteilnehmern und Kontakten.

Noch ein Ziel in 2016 ist es, meine Kontakte weiter auszubauen, Kooperationen einzugehen und auch wieder über den Tellerrand zu schauen und Neues zu beginnen. Gerade außergewöhnliche Kontakte, wie 2015 zu Andreas Graf von Bernstorff oder zu meinen Lesementee oder zu Flüchtlingen, die alles aufgegeben haben, um ihre Familie zu schützen und zu einem besseren Leben zu führen, haben mich tief beeindruckt und bewegt, ja auch verändert.

„Worte sind Zwerge, Taten Riesen!“
(Verfasser unbekannt)


2016, ich freu‘ mich schon jetzt auf dich, mit all den Ungewissheiten, Aufgaben und Herausforderungen, die du mir stellen wirst. Mit Hilfe meiner Familie, meinen Freunden, Kollegen und meinem Netzwerk weiß ich schon heute eins ganz sicher: Ich werde die Callenge annehmen! Ob ich immer gewinne, wird der Rückblick am Ende 2016 zeigen.

PS: Dieser wirklich inspirierende Aufruf zur Blogparade zum Thema „2016“ kam von Marit Alke auf ihrem Blog Coachingprodukte entwickeln.
Bis zum 02.01 kann sich jeder draran beteiligen, weitere Infos hier.

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  1. Lieber Jörg, ich wünsche Dir für das Jahr 2016 ganz viel Erfolg bei Deiner „Persönlichen Challenge“! Danke, dass Du uns an Deinem spannenden Ausblick hast teilhaben lassen! 🙂 Mit den besten Wünschen, Christina

  2. Beni sagt:

    Lieber Jörg,

    Danke für deine Rückblicke auf 2015. Wahrscheinlich würde ich mein Jahr eher mit einer 3 bis 5 bewerten, da einiges nicht so lief, wie ich es mit gewünscht habe.
    Habe mich gerade mal durch andere Beiträge der Blogparade geklickt und fand darunter noch einige Anregungen.

    Morgen werde ich mal einen Plan machen, was ich 2016 so umsetzen will.

  3. Hallo Beni,

    sehr gut, wenn Sie für sich etwas gefunden haben. Ich empfehle Ihnen auch diese aktuelle Blogparade von Sabine Piarry:

    http://www.sabine-piarry.com/blogparade-beste-empfehlungen-2015/

    und hoffe, Sie finden dort auch noch etwas.

    Ihnen einen guten Start in 2016

    Ihr

    Jörg K. Unkrig

  4. Lieber Jörg,

    schön, wie du deine verschiedenen Rollen beschreibst, denen du so gerecht werden möchtest. Ich erlebe das in meinem Alltag ganz genauso. Meine neue Rolle seit 1,5 Jahren ist ja auch die der berufstätigen Mutter. Eine ganz schöne Herausforderung!
    Leider gibt es noch keine angemessene Wertschätzung dieser Aufgabe in Form eines festen Einkommens.

    Da vieles im Umbruch zu sein scheint und unsere Gesellschaft in einem tiefen Wandel steckt, wird sich das vermutlich aber über kurz oder lang ändern 🙂 Ich bin da zumindest optimistisch!

    Ich wünsche dir ein gelungenes Jahr 2016. Man hört und sieht sich bei der Blogparade im nächsten Jahr…

    Herzlichst!
    Swantje

  5. Liebe Christina,

    Sehr gerne. Auch dir alles Gute für 2016.
    Hoffentlich erreichen wir alles, was wir uns wünschen!

    Mit kollegialen Grüßen

    Jörg

  6. Liebe Swantje,

    vielen lieben Dank für diese Ergänzung und deinen Optimismus. Ob und wann sich da etwas grundlegend ändert, bleibt abzuwarten, aber auch ich verliere nicht die Hoffnung. Ich bin da etwas ungeduldig (muss ich unbedingt ändern bzw. dran arbeiten 😉 ), aber leider bewegt sich noch zu wenig in diesem Bereich. Trainiere sehr häufig mit Frauen (Kommunikationstrainings) und stelle fest, dass vieles in den Köpfen der Verantwortlichen noch veraltet ist. O-Töne 2015 : „Warum sollen wir Sie befördern? Ihr Mann verdient doch genug und Sie sollten sich mal mehr auf die Kindererziehung konzentrieren und ihrem Mann den Rücken freihalten!“; „Warum haben Sie denn nochmal studiert, dass rechnet sich als Mutter von zwei Kindern doch gar nicht“ oder auch „Jetzt wollen Frauen auch noch Karriere machen. Ich (ein Mann) beanspruche ja auch nicht das Kinderkriegen für mich!“.

    Da ist für uns als Trainer für die nächsten Jahre noch genügend zu tun! Vielleicht machen wir ja mal was zusammen in dieser Richtung!?

    Beste kollegiale Grüße und einen guten Start

    Jörg

  7. Marit Alke sagt:

    Hallo Jörg,

    danke für deinen sehr persönlichen Rückblick und Ausblick!

    Alles Gute und viel Erfolg für „Dein 2016“ wünsche ich dir,
    Herzliche Grüße
    Marit

  8. Liebe Marit,

    vielen Dank und dito!!

    Mit kollegialen Grüßen

    Jörg

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